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Das Gipsrelief der Eltern Goethes

Die Eltern spielten eine wichtige Rolle in Goethes Leben, deshalb ließ er sie in Gips darstellen. Diese Reliefs findet man nun in Goethes Gartenhaus im Altanzimmer, an einer grünen Wand hängend. Es besteht aus zwei Teilen, links befindet sich der Vater und rechts die Mutter. Diese Abgüsse wurden 1779 von Johann Peter Melchior angefertigt. Sein Vater, Johann Casper Goethe (1710-1782), war Jurist und verreiste ebenso gerne wie Goethe selbst. Als sein Vater eine Bildungsreise nach Italien machte, nahm Goethe sich dies als Vorbild und unternahm später selbst eine Reise nach Italien. Johann Casper vermählte sich 1748 mit Goethes Mutter, Katharina Elisabeth (1731-1808), diese gab Goethe den Spitznamen Hätschelhans.
Das Gipsrelief der Eltern ist sehr genau gestaltet mit vielen Details und Ausarbeitungen. Besonders auffallend sind die voluminösen und vielen Locken, dies war damals ein wichtiges Schönheitsideal. Der Körperbau ist kräftig dargestellt mit prunkvoller Kleidung und viel Faltenwurf. Die Abgüsse sind so angebracht worden, dass es so aussieht, als würden sich die Eltern in die Augen schauen. Ihr Gesichtsausdruck ist jedoch ziemlich starr und ernst. Hier stellt sich uns die Frage, wieso sich zwei liebende Menschen so starr anschauen?


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