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Flacon mit Porträtbüste von Napoleon

Der Flacon mit Porträtbüste von Napoleon entstand Anfang des 19. Jahrhunderts und ist sehr klein, weshalb man ihn beim Betreten des Raumes vorerst nicht wahrnimmt. Man weiß bis heute nicht, wer diesen Flacon mit der Büste angefertigt hat. Der Flacon steht im Arbeitszimmer Goethes Wohnhauses auf dem Schreibpult. Vor einem Spiegel stehend ergibt sich, dass man von der Tür des Arbeitszimmers ein Lichtphänomen bewundern kann:
Der Flacon besteht aus trübem weißen Opalglas. Dieses Opalglas lässt als trübes Medium weißes Licht als gelb erscheinen, bei zunehmender Trübe steigert es sich zu Gelbrot und Rot. Vor schwarzem Hintergrund erscheint ein Blauviolett, das sich zu Blau entwickelt, weshalb Goethe diesen Flacon mit der Büste von seinem Freund Eckermann bekam, der diesen nach der Rückkehr aus Italien im Herbst 1830 bei einem Friseur gekauft hatte, mit dem Gedanken, dass sich Goethe über die Lichtreflexe erfreuen würde, denn Goethe hatte sich intensiv mit der Farbenlehre beschäftigt.

Man fragt sich zuerst, welchen Zweck so eine kleine Statue erfüllt oder warum der französische Kaiser Napoleon als Büste genommen wurde. Diese Fragen könnt ihr euch vielleicht selber beantworten, wenn ihr im Haus von Goethe wart.


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