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Ölbild "Heilige Elisabeth" von Weygandt

Das von Sebastian Weygandt 1826 angefertigte Ölbild "Heilige Elisabeth" befindet sich im Goethes Wohnhaus im Großen Sammlungszimmer.
Goethe war nicht nur Dichter, sondern auch begnadeter Sammler. Seine Einzelobjekte waren ihm nicht im Einzelnen wichtig, vielmehr ging es um die Einordnung in einen Zusammenhang. Goethe war interessiert daran, Entwicklungen und deren Gesetzmäßigkeiten an seinen Sammlungen abzulesen. 

Auf dem Ölbild "Heilige Elisabeth" ist die Landgräfin von Thüringen dargestellt - eine Heilige der katholischen Kirche. Elisabeth ist eine Erscheinung des Mittelalters, Erinnerungen an sie sind bis heute noch präsent. 

Wenn man dieses Gemälde betrachtet, fällt einem auf den ersten Blick eine betrübte Frau in einem roten Gewand auf. Auf ihrem Kopf trägt sie eine goldene Krone mit einem weiß schimmernden Schleier. Der Hintergrund ist schlicht und einfach in Brauntönen gehalten, während das rote Kleid pompös und herausstechend wirkt. Der goldene Bilderrahmen in seiner ornamentreichen und aufwändig verzierten Art hebt das Bild hervor.
Besonders auffällig ist, dass das Objekt sehr klein und somit schnell übersehbar in der großen Sammlung Goethes ist.

Beim Betrachten des Bildes stellt sich die Frage, ob Elisabeth traurig oder eher verträumt auf den Boden schaut und warum Goethe dieses überhaupt in seine Sammlung aufgenommen hat.
Wir denken, dass Goethe sich das Ölbild der schönen Elisabeth aufgehängt hat, um vielleicht seinen Glauben zu untermalen - wir wissen jedoch nicht, ob Goethe gläubig war. 



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