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Das Viergestirn aus Weimar


Wir haben uns für dieses Thema entschieden, weil wir uns sehr für die Beziehungen von Goethe zu anderen und vor allem zu den drei Freunden des später so genannten Weimarer Viergestirns interessieren.

Das Weimarer Viergestirn besteht aus vier Geistesgrößen, Dichtern und Schriftstellern, die die bedeutendsten Vertreter der Weimarer Klassik sind: Christoph Martin Wieland (1733-1813), Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Johann Gottfried Herder (1744-1803) und Friedrich von Schiller (1759-1805). 

Als erstes zog Wieland im Auftrag Anna Amalias von Sachsen-Weimar-Eisenach als Prinzenerzieher nach Weimar, einige Zeit später holte Herzog Carl August Goethe nach Weimar. Herder folgte dem Ruf Goethes in das Städtchen an der Ilm und Schiller suchte sich und seiner Familie dort eine Bleibe, um in Goethes Nähe eine Existenz aufzubauen.

Wieland und Goethe schlossen durch vorherige Bekanntschaft schnell Freundschaft, obwohl sie sich erst gar nicht leiden konnten. Als der bisherige Freund Herder aus Strassburg folgte, wurden auch diese Freunde. Beide Freundschaften waren kompliziert und es kam häufiger zu Streitigkeiten, die trotzdem wieder durch die gemeinsame Zuneigung zur Literatur und zur Aufklärung beigelegt wurden. Als Schiller 1799 nach Weimar zog, war Goethe gerade auf Reisen und  nach seiner Rückkehr gegenüber Schiller ziemlich ablehnend. Als Schiller an seiner Tür klopfte, ließ er ihn draußen verweilen. Der Aufbau ihrer Freundschaft dauerte viele Jahre, aber letztendlich erkannte auch Goethe das Talent Schillers und gab ihm die Hand. Wieland und Herder waren eher isoliert, schrieben aber auch über klassische Themen, wie Goethe und Schiller. 

Alle vier zusammen waren so prägend für die deutsche Literaturszene, dass die Weimarer Klassik durch das Viergestirn definiert wird. Man kann kein genaues Jahr für die Weimarer Klassik festlegen, aber man setzt den Beginn meist mit der Italienreise Goethes 1786 gleich und spricht mit Schillers Tod 1805 vom Ende der Klassik. In dieser Zeit schrieben sie zusammen sehr wichtige Werke der Epoche und prägten die Menschen mit ihren Gedanken. Ihnen zu Ehren ließ Maria Pawlowna im Weimarer Stadtschloss die sogenannten Dichterzimmer einrichten, die noch heute an die Bedeutung des Viergestirns erinnern.


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