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Goethe als Sammler

Auf unserer Tour durch das Wohnhaus von Johann Wolfgang von Goethe haben wir erfahren, dass Goethe nicht nur selbst Künstler war, sondern auch sehr interessiert an Kunstformen jeglicher Art von anderen Personen. In diesem Artikel berichten wir über Goethes Sammelleidenschaft.

Zu Goethes Interessen zählten vor allen Dingen italienische Keramik, plastische Kunst wie Skulpturen, verschiedenste Grafiken und Zeichnungen sowie Malereien - oftmals auch von seiner eigenen Familie und seinen Bekannten sowie Freunden -, Münzen sowie Gemmen aus vielen unterschiedlichen Ländern. Für diese Kunstprodukte hatte er eigene Schubladen, Möbel und sogar ganze Räume reserviert. Außerdem war er ein sehr belesener Mensch und hatte seine eigene, reichlich bestückte Privatbibliothek.

Aufgrund seines Interesses an der Antike und Italien lag der Schwerpunkt der Keramiksammlung Goethes auf italienischen Vasen, Schalen und Tellern, wobei man zu dieser Zeit hauptsächlich antik-griechisches Geschirr sammelte. Diese italienische Keramik wird Majolika genannt und Goethe mochte sie sehr farbenfroh, bunt und kunstvoll bemalt.

Goethe besaß auch eine Münzsammlung, die äußerst vielseitig war und viele Schubladen seiner Kommoden einnahm. Sein Sohn August sammelte auch Münzen, jedoch nicht im gleichen Ausmaß wie sein Vater.

Während des Rundgangs durch das alte Wohnhaus trafen wir auch auf die Privatbibliothek des leidenschaftlichen Autors. Hier sah man deutlich den großen Umfang der Werke, die Goethe studierte und las. Goethe selbst sagte: 

„Es ist ein großer Unterschied, ob ich lese zum Genuss und Belebung oder zur Erkenntnis und Belehrung.“

Wir wählten das Thema „Goethe als Sammler“, da wir ihn im Unterricht bisher nur als schaffenden Künstler kennengelernt hatten. Deshalb waren wir überrascht, dass sein Interessenbereich weit über die Literatur hinausragte und er doch ein so facettenreicher Mensch war.



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