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Kolossalbüste der Juno Ludovisi

Die abgebildete Kolossalbüste wird auch als Goethes erste Liebschaft in Rom bezeichnet. Es handelt sich um einen Gipsabdruck des Marmororiginals aus der ersten Hälfte des 1.Jhd.nach Chr., welches er auf seiner Italienreise, die er 1786 antrat, in der Villa Ludovisi in Rom entdeckte.

Zu seiner Zeit benannte Goethe die Büste als das Symbol der griechischen Kunst und als Bildnis der griechischen Idealität und noch heute gilt es als Idealportrait einer römischen Kaiserin.

Lange dachte man, die abgebildete Frau soll die Göttin Juno, die Gattin des Gottes Jupiter, verkörpern. 

Dank ihrer dominierenden Größe von 1.54 m, wurde das Zimmer, in dem sie in Goethes Haus platziert wurde, als "Junozimmer" bezeichnet. Der gescheitelte Schopf gelockter Haare wird von einem prunkvollen Diadem geschmückt, welches zusammen mit den kühlen, unnahbaren Gesichtszügen das Götterbildnis und den königlichen Stolz verdeutlicht. 

Allerdings mehrten sich im Ende des 19. Jhd. etliche Stimmen, dass es sich bei der Büste ebenso um Antonia Minor, eine Angehörige der Julisch-Claudischen Dynastie, handeln kann. 


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