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Goethes Handschrift des Erlkönigs

Auf Goethes Schreibtisch in seinem Gartenhaus liegt die Handschrift der Ballade "Erlkönig".

Die Legende des Erlkönigs stammt ursprünglich aus dem Dänischen. Dort heißt der Erlkönig Ellerkonge, also "Elfenkönig". Bei der Übersetzung der Ballade von Johann Gottfried Herder entstand der Begriff "Erlkönig" angeblich aus der falschen Übersetzung des Wortes  Eller als "Erle", das er dann mit König kombinierte. Inspiriert wurde Goethe durch die Nachricht, dass einst ein Bauer mit seinem kranken Kind zum Arzt einer Universität ritt.

In dem Gedicht reitet der Vater, seinen Sohn im Arm haltend, durch die Nacht. Doch während des Rittes bekommt das Kind Angst, denn er fühlt sich vom Erlkönig bedroht, was er seinem Vater auch mitteilt. Dieser wiederum antwortet ihm mit der beruhigenden Sicht der Wirklichkeit. Das Gespräch zwischen Vater und Sohn wird immer wieder von den eindringlichen Versprechungen des Erlkönigs unterbrochen, die mit Dauer des Gedichts immer fordernder und bedrohlicher werden. Als der Sohn schließlich vom Erlkönig angefasst wird, ("Mein Vater, mein Vater, jetzt fasst er mich an! Erlkönig hat mir ein Leids angetan!") beginnt auch der Vater schneller zu reiten, jedoch stirbt der Sohn, als sie den sicheren Hof erreichen.


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